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Berechnung leistung wärmepumpe: So finden Sie die richtige Auslegung

Nutzen Sie die berechnung leistung wärmepumpe mit unserem praxisnahen Leitfaden und vermeiden Sie teure Fehlplanungen. Praxisnahe Tipps für effiziente Auslegung.

Die richtige Leistung für eine Wärmepumpe zu berechnen, ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu einem wirklich effizienten Heizsystem. Klar, es gibt die schnelle Faustformel: Wohnfläche in m² mal spezifischer Wärmebedarf in Watt pro m². Aber wer es ernst meint mit dem Sparen und eine förderfähige Anlage möchte, kommt um eine genauere Analyse nicht herum.

Warum die exakte leistungsberechnung ihrer wärmepumpe so wichtig ist

Die Wahl der passenden Wärmepumpe beginnt nicht mit dem Katalog, sondern mit dem spitzen Bleistift. Eine falsch dimensionierte Anlage ist und bleibt die Hauptursache für explodierende Stromrechnungen und ein ungemütliches Zuhause. Sie ist das Fundament – und wer baut schon gerne auf Sand?

Stellen Sie sich mal zwei typische Fehler aus der Praxis vor:

Ist die Wärmepumpe zu schwach auf der Brust, springt an richtig kalten Tagen ständig der elektrische Heizstab an. Der ist zwar für den Notfall da, aber im Dauerbetrieb ein echter Stromfresser. Die erhoffte Ersparnis durch die Wärmepumpe? Verpufft ins Nichts.

Techniker prüft Wärmepumpe und macht Notizen auf einem Klemmbrett. Im Hintergrund steht ein weiteres Heizgerät.

Ist die Anlage hingegen überdimensioniert, kommt es zum sogenannten „Takten“. Die Wärmepumpe schaltet sich ständig für kurze Zeit ein und direkt wieder aus, weil sie die erzeugte Wärme nicht schnell genug loswird.

Dieses ständige Takten ist wie Stop-and-go-Verkehr für den Motor. Es führt zu massivem Verschleiß, vor allem am Herzen der Anlage, dem Verdichter. Das verkürzt nicht nur die Lebensdauer drastisch, sondern drückt auch die Effizienz in den Keller.

Die vorteile einer maßgeschneiderten auslegung

Eine sorgfältige Berechnung der Wärmepumpenleistung zahlt sich also mehrfach aus. Es geht dabei nicht nur um einen reibungslosen und sparsamen Betrieb, sondern auch um handfeste finanzielle Vorteile. So ist eine korrekte Auslegung eine knallharte Voraussetzung für die staatlichen Förderungen von BAFA oder KfW.

Eine passgenaue Dimensionierung sorgt dafür, dass:

  • Ihre Betriebskosten so niedrig wie möglich sind, weil der ineffiziente Heizstab wirklich nur im absoluten Notfall läuft.
  • Der Wohnkomfort immer stimmt, da Ihr Zuhause auch bei tiefsten Minusgraden zuverlässig warm wird.
  • Die Lebensdauer der Anlage maximiert wird, indem das schädliche Takten von vornherein unterbunden wird.
  • Sie die volle staatliche Förderung erhalten, weil alle Effizienzanforderungen erfüllt sind.

Als Fachbetrieb aus dem Raum Hildesheim und Hannover sehen wir bei Energiekonzepte4you jeden Tag: Eine saubere Planung ist die beste Investition in die eigene Zufriedenheit. Wer hier am falschen Ende spart, zahlt später oft doppelt – durch hohe Stromrechnungen und teure Reparaturen. Die genaue Auslegung ist ein zentraler Baustein, über den Sie in unserem Leitfaden zur modernen Heizung mehr erfahren können.

Der Goldstandard: Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

Faustformeln sind eine gute Sache für eine erste Einschätzung. Wenn es aber darum geht, die Leistung Ihrer Wärmepumpe professionell und auf den Punkt genau zu berechnen, kommen wir an der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 nicht vorbei. Das klingt erstmal nach trockenem Normen-Kauderwelsch, ist aber im Grunde nichts anderes als eine extrem gründliche Bestandsaufnahme Ihres Hauses. Stellen Sie es sich wie einen detaillierten Gesundheitscheck für Ihre Gebäudehülle vor.

Diese Norm ist deshalb der unumstrittene Standard, weil sie mit groben Schätzungen aufräumt. Stattdessen wird Ihr Gebäude Raum für Raum analysiert, um exakt zu ermitteln, wie viel Wärme an einem richtig eisigen Wintertag tatsächlich verloren geht. Am Ende steht keine vage Kennzahl, sondern die präzise Heizleistung in Kilowatt (kW), die Ihre Wärmepumpe im kältesten Moment zuverlässig liefern muss.

Eine exakte Planung ist heute wichtiger denn je, denn der Markt für Wärmepumpen erlebt einen wahren Boom. Während der gesamte Heizungsmarkt eher rückläufig ist, schießen die Verkaufszahlen für Wärmepumpen durch die Decke. Allein von Januar bis Oktober 2023 wurden in Deutschland 255.000 Wärmepumpen verkauft – ein sattes Plus von 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit diese modernen Systeme aber auch wirklich effizient laufen, ist eine saubere Berechnung das A und O. Mehr zu diesen Zahlen finden Sie in diesem Überblick zur Heizungsmarktentwicklung auf tga-fachplaner.de.

Wo geht die Wärme eigentlich verloren?

Die DIN EN 12831 unterteilt den Wärmeverlust Ihres Hauses in zwei Hauptbereiche. Wenn Sie diese verstehen, wird schnell klar, wo die Schwachstellen eines Gebäudes liegen und warum bestimmte Bauteile so kritisch sind.

  • Transmissionswärmeverluste: Das ist all die Wärme, die durch die Gebäudehülle – also Wände, Fenster, Dach und Boden – nach draußen entweicht. Man kann es sich wie ein löchriges Gefäß vorstellen: Je größer die „Löcher“ in der Dämmung, desto mehr Wärme rinnt ungenutzt davon.
  • Lüftungswärmeverluste: Hier geht es um die Wärme, die beim Luftaustausch verloren geht. Das passiert natürlich beim gewollten Lüften, aber eben auch unkontrolliert durch undichte Fugen und Ritzen in Fenstern oder Türen.

Ein erfahrener Fachbetrieb wie Energiekonzepte4you erfasst bei einer Begehung vor Ort all diese Faktoren, um ein lückenloses Wärmeprofil Ihres Hauses zu erstellen.

Die zentrale Rolle des U-Wertes

Bei den Transmissionswärmeverlusten dreht sich alles um eine entscheidende Kennzahl: den U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt. Er beschreibt, wie viel Wärme pro Quadratmeter eines Bauteils (z. B. einer Wand) bei einem Temperaturunterschied von einem Grad Celsius verloren geht.

Ganz einfach gesagt: Je niedriger der U-Wert, desto besser dämmt das Bauteil. Ein modernes Fenster mit Dreifachverglasung hat einen viel niedrigeren U-Wert als ein altes, einfach verglastes Fenster – und hält die Wärme entsprechend besser im Haus.

Ein niedriger U-Wert führt also direkt zu einer geringeren Heizlast. Und das bedeutet, Sie brauchen eine kleinere und damit auch günstigere Wärmepumpe. Genau deshalb sind Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle oft der erste und effektivste Schritt, bevor man überhaupt über die Installation einer Wärmepumpe nachdenkt.

Ein Praxisbeispiel aus Niedersachsen

Machen wir die Theorie doch mal an einem typischen Einfamilienhaus aus unserer Region greifbar:

  • Das Objekt: Ein Einfamilienhaus, Baujahr 1992, in der Nähe von Hildesheim.
  • Die Fakten: 150 m² Wohnfläche, unsanierter Originalzustand mit zweifach verglasten Fenstern und einem nur mäßig gedämmten Dach.

Ein Fachplaner würde jetzt jedes einzelne Bauteil, das an die Außenluft grenzt, vermessen und dessen U-Wert bestimmen. Dazu gehören Außenwände, alle Fenster, die Haustür, die Decke zum Dachboden und die Bodenplatte.

Eine (stark vereinfachte) Berechnung könnte dann so aussehen:

Bauteil Fläche (m²) U-Wert (W/m²K) Wärmeverlust (W)
Außenwand 120 m² 0,9 3.456 W
Fenster 25 m² 2,8 2.240 W
Dach 80 m² 0,7 1.792 W
Bodenplatte 80 m² 0,8 2.048 W

Selbst in diesem vereinfachten Beispiel summieren sich allein die Transmissionswärmeverluste auf über 9.500 Watt (9,5 kW). Dazu kommen dann noch die Verluste durch Lüftung. Man sieht auf einen Blick: Die alten Fenster mit ihrem hohen U-Wert sind hier die größten Energiefresser.

Diese detaillierte Analyse liefert nicht nur die benötigte Heizleistung, sondern auch gleich die besten Ansatzpunkte für eine Sanierung. Würde die Familie zum Beispiel nur die Fenster erneuern, könnte die erforderliche Leistung der Wärmepumpe schon spürbar sinken. Sie sehen: Die Berechnung nach DIN EN 12831 ist keine lästige Pflicht, sondern ein strategisches Werkzeug für eine kluge und zukunftssichere Heizungsplanung.

Überschlägige berechnung: So ermitteln Sie schnell einen ersten richtwert

Nicht immer muss es gleich die hochkomplexe Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 sein. Wenn Sie einfach nur eine erste Orientierung brauchen – sei es für eine grobe Kostenschätzung oder um ein Gefühl für die Dimension im Bestandsbau zu bekommen – gibt es eine bewährte Abkürzung: die Berechnung der Wärmepumpenleistung über den spezifischen Wärmebedarf.

Klar, das ist eine Faustformel, die auf Erfahrungswerten beruht. Sie ersetzt keine professionelle Planung, aber sie gibt Ihnen eine erstaunlich solide Grundlage für das Gespräch mit dem Heizungsfachbetrieb. Die Logik dahinter ist ganz einfach: Jedes Haus verliert Wärme, und wie viel das ist, hängt massiv vom Baujahr und dem Dämmstandard ab.

Die formel für den schnellen überblick

Die Rechnung selbst ist wirklich unkompliziert. Sie brauchen nur zwei Zahlen: die beheizte Wohnfläche und einen Kennwert für den energetischen Zustand Ihres Hauses.

So geht’s: Wohnfläche (in m²) x spezifischer Wärmebedarf (in W/m²) = geschätzte Heizleistung (in W)

Das Ergebnis teilen Sie dann noch durch 1.000, und schon haben Sie die Heizleistung in Kilowatt (kW). Das ist die gängige Einheit, in der Wärmepumpen angegeben werden.

Die entscheidenden kennwerte für ihr gebäude

Der Knackpunkt dieser Formel ist der spezifische Wärmebedarf. Je nachdem, wie gut Ihr Haus gedämmt ist, kann dieser Wert enorm schwanken. Hier sind ein paar Richtwerte aus der Praxis, die sich bewährt haben:

  • Neubau nach GEG/Effizienzhaus: ca. 40 – 50 W/m² Diese Häuser sind quasi Thermoskannen – super gedämmt, luftdicht, da geht kaum Wärme verloren.
  • Sanierter Altbau (nach ca. 2002): ca. 60 – 80 W/m² Hier wurde schon was gemacht, zum Beispiel neue Fenster oder eine Fassadendämmung. Der Unterschied ist deutlich spürbar.
  • Älterer Bestandsbau (ca. 1980–2000): ca. 80 – 120 W/m² Diese Gebäude haben oft eine Basisdämmung, die aber nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.
  • Unsaniertes Gebäude (vor 1980): ca. 120 – 160 W/m² Hier pfeift der Wind durch alle Ritzen. Alte Fenster, ungedämmte Wände und Dächer treiben den Wärmeverlust in die Höhe.

Aus der Praxis: Bedenken Sie, dass das nur Durchschnittswerte sind. Ein freistehendes Eckhaus verliert naturgemäß mehr Wärme als ein geschütztes Reihenmittelhaus aus demselben Baujahr. Sehen Sie das Ergebnis also als das, was es ist: eine erste, gute Annäherung.

Der Weg von der Gebäudehülle bis zur finalen Heizleistung lässt sich auch grafisch schön darstellen.

Prozessdiagramm zur Heizlastberechnung: Schritte von Gebäudehülle über Raumklima zur Heizleistung dargestellt.

Man sieht hier sehr gut: Alles beginnt mit der Analyse des Gebäudes und den Komfortwünschen der Bewohner. Daraus leitet sich dann die benötigte Leistung ab.

Zwei beispiele aus unserem alltag in Hannover

Machen wir es doch mal konkret. Hier sind zwei typische Fälle aus unserer täglichen Arbeit im Raum Hannover, die den Unterschied perfekt illustrieren.

Beispiel 1: Reihenmittelhaus, Baujahr 1985 Ein klassisches Reihenhaus mit 130 m² Wohnfläche. Die Fenster wurden vor 15 Jahren mal erneuert, der Rest ist aber noch original. Hier würde ich mit einem mittleren Wert von 90 W/m² rechnen.

  • Rechnung: 130 m² x 90 W/m² = 11.700 W
  • Ergebnis: Die geschätzte Heizleistung liegt bei rund 11,7 kW.

Beispiel 2: Neubau, Baujahr 2022 Ein modernes Einfamilienhaus, gebaut nach aktuellem Effizienzhaus-Standard, mit 160 m² Wohnfläche. Hier können wir von einem sehr niedrigen Wärmebedarf von 45 W/m² ausgehen.

  • Rechnung: 160 m² x 45 W/m² = 7.200 W
  • Ergebnis: Die Wärmepumpe muss hier nur 7,2 kW leisten – obwohl das Haus deutlich größer ist!

Diese beiden Beispiele zeigen eindrucksvoll, welch riesigen Einfluss der Dämmstandard auf die Berechnung der Wärmepumpenleistung hat. Das moderne Haus kommt mit einer viel kleineren und damit auch günstigeren Anlage aus. Diese schnelle Methode ist also super für einen ersten Check. Für die endgültige Auslegung, die ja auch für Förderungen wie von BAFA oder KfW exakt sein muss, ist die detaillierte Berechnung durch einen Profi aber unerlässlich.

Was außer der reinen Heizlast noch zählt

Die Heizlast des Gebäudes ist zwar die wichtigste Kennzahl, aber eben nur die Grundlage. Um die Leistung einer Wärmepumpe wirklich passgenau auszulegen, müssen wir uns auch die anderen "Energie-Fresser" im Alltag ansehen. Erst wenn alles berücksichtigt ist, bekommen Sie ein stimmiges und effizientes Gesamtkonzept, das auch in vielen Jahren noch Freude macht.

Ein Raum mit weißem Heizkörper, großem Warmwasserspeicher und grauem Pufferspeicher auf Holzfußboden. Banner: Warmwasser & Pufferspeicher.

Der größte Posten neben der reinen Raumwärme ist fast immer die tägliche Warmwasserbereitung. Ein Punkt, der bei schnellen Daumen-mal-Pi-Rechnungen oft untergeht, in der Realität aber einen ordentlichen Leistungsbedarf hat.

Der tägliche Durst nach warmem Wasser

Die morgendliche Dusche, das Bad am Abend, der Abwasch – all diese alltäglichen Dinge brauchen Energie. Die Wärmepumpe muss ja nicht nur die Räume warm halten, sondern parallel dazu auch das Trinkwasser im Speicher auf eine hygienisch sichere Temperatur von meist 55 bis 60 Grad Celsius bringen.

Klar, dieser Bedarf hängt stark von Ihren persönlichen Gewohnheiten ab. Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht deutlich weniger als eine fünfköpfige Familie mit Teenagern. Um diesen zusätzlichen Energiehunger zu stillen, planen wir einen pauschalen Leistungszuschlag ein.

Aus der Praxis hat sich eine einfache Faustregel bewährt: Rechnen Sie pro Person im Haushalt mit einem zusätzlichen Leistungsbedarf von etwa 0,2 bis 0,25 kW on top auf die reine Heizlast. Damit ist der durchschnittliche Warmwasserverbrauch gut abgedeckt.

Für eine vierköpfige Familie kommt so schnell ein Zuschlag von rund 1,0 kW zusammen. Dieser Puffer sorgt dafür, dass auch nach dem morgendlichen Dusch-Marathon noch genug Leistung da ist, um die Heizung am Laufen zu halten, ohne dass es im Wohnzimmer kalt wird.

Stromsperren clever überbrücken

Ein weiterer Punkt, der oft vergessen wird, sind die sogenannten EVU-Sperrzeiten. Viele Stromanbieter locken mit günstigeren Wärmepumpentarifen. Der kleine Haken: Im Gegenzug darf der Versorger die Stromzufuhr zur Wärmepumpe für ein paar Stunden am Tag kappen, meist zu den Verbrauchsspitzen am Mittag und frühen Abend.

Während dieser Zeit steht die Wärmepumpe still. Damit es bei Ihnen zu Hause trotzdem warm bleibt und die Dusche nicht kalt wird, muss die zuvor erzeugte Wärme zwischengespeichert werden. Und genau hier kommt der Pufferspeicher ins Spiel.

Stellen Sie sich den Pufferspeicher einfach wie eine große, gut isolierte Thermoskanne für Heizungswasser vor. Während der Sperrzeit gibt er seine gespeicherte Energie an die Heizkörper oder die Fußbodenheizung ab und überbrückt so die Zwangspause.

Die Dauer der Sperre und die Größe des Speichers haben direkten Einfluss auf die Leistungsberechnung der Wärmepumpe:

  • Ausfallzeit ausgleichen: Die Wärmepumpe muss stark genug sein, um in der verkürzten Laufzeit nicht nur den aktuellen Wärmebedarf zu decken, sondern gleichzeitig den Pufferspeicher für die nächste Sperrzeit wieder aufzuladen.
  • Höherer Leistungsbedarf: Um dieselbe Wärmemenge in weniger Zeit zu produzieren, braucht es logischerweise mehr Power. Der nötige Zuschlag hängt von den Sperrzeiten ab, die oft bei 2x2 Stunden pro Tag liegen.

Solche intelligenten Speichersysteme sind ein wichtiger Baustein für die Stabilität des Stromnetzes. Wenn Sie das Thema interessiert, finden Sie in unserem Ratgeber zur Elektroinstallation mehr Infos zu smarten Hausnetzen.

Heizkörper oder Fußbodenheizung? Die entscheidende Frage

Zu guter Letzt hat auch die Art Ihrer Heizflächen einen riesigen Einfluss auf die Effizienz und damit indirekt auf die Auslegung. Das Zauberwort hier lautet Vorlauftemperatur. Das ist die Temperatur, auf die das Wasser von der Wärmepumpe erhitzt wird, bevor es durch Ihr System zirkuliert.

Hier gilt ein einfacher Grundsatz: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto sparsamer und effizienter läuft die Wärmepumpe.

  • Fußbodenheizungen sind der Idealfall. Dank ihrer großen Fläche reichen ihnen schon niedrige Vorlauftemperaturen von ca. 30–35 °C für eine wohlige Wärme.
  • Moderne Niedertemperatur-Heizkörper sind ebenfalls gut geeignet und arbeiten mit etwa 40–50 °C.
  • Alte, unterdimensionierte Rippenheizkörper brauchen oft hohe Vorlauftemperaturen von über 55 °C, um einen Raum warm zu bekommen – für eine Wärmepumpe ist das Gift.

Eine hohe Vorlauftemperatur zwingt die Wärmepumpe, einen großen Temperaturunterschied zwischen der Umweltwärmequelle (Luft, Erde) und dem Heizsystem zu überwinden. Das frisst unnötig viel Strom und senkt die Gesamteffizienz (Jahresarbeitszahl). Es kann sich also lohnen, vor dem Einbau der Wärmepumpe einzelne, zu kleine Heizkörper gegen größere Modelle auszutauschen.

Der Trend zur Wärmepumpe ist ungebrochen. In Deutschland hat sie 2023 erstmals die Gasheizung als beliebtestes Heizsystem abgelöst. Bemerkenswert ist, dass fast 90 Prozent der neuen Anlagen in Bestandsgebäuden installiert werden, was das enorme Potenzial für Sanierungen unterstreicht. Für Fachbetriebe wie die Energiekonzepte4you GmbH im Raum Hildesheim/Hannover bedeutet das eine hohe Nachfrage nach professioneller Planung, um diese Systeme optimal auszulegen. Mehr zu dieser Marktentwicklung erfahren Sie in den Nachrichten von Stiebel Eltron.

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) als Schlüssel zur Förderung

Eine präzise Leistungsberechnung für Ihre Wärmepumpe sorgt nicht nur für einen sparsamen Betrieb, sie ist auch Ihre Eintrittskarte in die Welt der attraktiven staatlichen Förderungen. Der Dreh- und Angelpunkt, auf den Fördergeber wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) blicken, ist die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ.

Aber was steckt eigentlich dahinter? Die JAZ setzt die über ein ganzes Jahr erzeugte Wärme ins Verhältnis zur dafür verbrauchten elektrischen Energie. Man könnte sie auch den ultimativen Effizienz-TÜV für Ihr Heizsystem im echten Leben nennen.

Was eine gute JAZ in der Praxis bedeutet

Stellen Sie sich vor, Ihre Anlage erreicht eine JAZ von 4,0. Das bedeutet, aus einer Kilowattstunde (kWh) Strom macht Ihre Wärmepumpe im Jahresmittel vier Kilowattstunden Wärme. Drei Viertel Ihrer Heizenergie kommen also kostenlos aus der Umwelt – nur ein Viertel muss als Antriebsstrom eingekauft werden. Je höher dieser Wert, desto effizienter und günstiger heizen Sie.

Genau hier setzen die aktuellen Förderrichtlinien an. Um an die Fördertöpfe zu kommen, muss eine Wärmepumpe eine bestimmte Mindest-JAZ nachweisen. Diese Werte sollen sicherstellen, dass nur Anlagen gefördert werden, die auch wirklich effizient arbeiten.

Typischerweise gelten für die gängigen Wärmepumpenarten folgende Mindestwerte für eine Förderung:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen: JAZ ≥ 3,0
  • Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme): JAZ ≥ 3,8
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen (Grundwasser): JAZ ≥ 4,0

Diese Zahlen zeigen es ganz klar: Eine Förderung ist direkt an die nachweisbare Effizienz Ihrer Anlage gekoppelt.

Eine exakte Leistungsberechnung ist der erste und wichtigste Schritt zu einer hohen JAZ. Eine falsch dimensionierte Anlage wird die geforderten Effizienzwerte im realen Betrieb niemals erreichen, selbst wenn das Datenblatt des Geräts vielversprechend aussah.

Wie die Leistungsberechnung die JAZ direkt beeinflusst

Die passgenaue Auslegung ist der größte Hebel, um eine förderfähige JAZ zu erzielen. Eine überdimensionierte Wärmepumpe ist Gift für die Effizienz. Sie schaltet ständig ein und aus (man spricht vom „Takten“) und arbeitet so die meiste Zeit außerhalb ihres optimalen Leistungsbereichs. Das treibt den Stromverbrauch unnötig in die Höhe und drückt die JAZ in den Keller.

Gleichzeitig ist eine zu hohe Vorlauftemperatur der zweite große Effizienzkiller. Je wärmer das Wasser sein muss, um Ihr Haus zu heizen, desto härter muss der Verdichter der Wärmepumpe arbeiten. Eine korrekte Berechnung bezieht daher immer auch die vorhandenen Heizflächen mit ein. Große Heizkörper oder eine Fußbodenheizung kommen mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus und tragen so ganz entscheidend zu einer besseren JAZ bei.

Planungssicherheit für die maximale Förderung

Als Fachbetrieb wie Energiekonzepte4you stellen wir von Anfang an sicher, dass Ihr Projekt alle technischen Hürden für die maximale Förderung nimmt. Das beginnt bei uns nicht erst mit der Installation, sondern schon bei der ersten Berechnung der Wärmepumpenleistung.

Wir führen eine detaillierte Heizlastberechnung durch und simulieren auf dieser Grundlage die zu erwartende JAZ für Ihr ganz spezifisches Gebäude. So können wir schon in der Planungsphase schwarz auf weiß belegen, dass die geplante Anlage die Förderkriterien erfüllt. Dieser Nachweis, oft in Form einer JAZ-Berechnung nach VDI 4650, ist ein fester Bestandteil des Förderantrags.

Damit haben Sie die Sicherheit, dass Ihre Investition nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich ein voller Erfolg wird. Wir kümmern uns um die korrekte Auslegung und die notwendigen Nachweise, damit Sie sich entspannt zurücklehnen und auf die finanzielle Unterstützung freuen können. So wird die Berechnung der Wärmepumpenleistung zum Schlüssel für eine erfolgreiche und geförderte Energiewende in Ihrem Zuhause.

Häufige fragen zur berechnung der wärmepumpenleistung

In unserer täglichen Beratungspraxis kommen immer wieder dieselben entscheidenden Fragen auf, wenn es um die Berechnung der Leistung einer Wärmepumpe geht. Um Ihnen hier mehr Klarheit zu verschaffen, haben wir die vier wichtigsten Punkte aus unserem Erfahrungsschatz für Sie zusammengefasst – kurz und verständlich auf den Punkt gebracht.

Kann ich die leistung meiner alten öl- oder gasheizung einfach übernehmen?

Auf keinen Fall. Das ist einer der häufigsten und teuersten Fehler, den man machen kann. Früher wurden Öl- und Gasheizungen bewusst viel zu groß geplant, also stark überdimensioniert. Der Gedanke dahinter war, Räume möglichst schnell aufheizen zu können. Für eine Wärmepumpe ist genau dieser Ansatz pures Gift.

Eine Wärmepumpe arbeitet dann am sparsamsten, wenn sie lange und gleichmäßig bei niedriger Leistung läuft. Würde man die Leistung der alten Gasheizung einfach 1:1 übernehmen, wäre die Wärmepumpe viel zu kräftig.

Das Ergebnis: ein ständiges An- und Ausschalten, das sogenannte Takten. Das führt nicht nur zu einem enormen Verschleiß am Verdichter, dem Herzstück der Anlage, sondern killt auch die Effizienz und damit die gute Jahresarbeitszahl (JAZ). Die Heizlast muss daher immer komplett neu und speziell für den Betrieb mit einer Wärmepumpe berechnet werden.

Welche rolle spielt der stromverbrauch bei der leistungsberechnung?

Für die reine Berechnung der Heizleistung in kW spielt Ihr bisheriger Stromverbrauch erst einmal keine Rolle. Der zukünftige Stromverbrauch der Wärmepumpe ist vielmehr das Ergebnis aus der korrekt ermittelten Heizleistung und ihrer Effizienz (JAZ).

Wirklich wichtig wird der Strombedarf aber, wenn wir einen Schritt weiterdenken: bei der Planung einer Photovoltaikanlage. Wenn wir ein stimmiges Gesamtkonzept für Sie erstellen, kalkulieren wir den zu erwartenden Strombedarf der Wärmepumpe ganz genau.

Auf dieser Basis legen wir dann die Größe der PV-Anlage und eines passenden Stromspeichers fest. Unser Ziel ist es immer, Ihren Eigenverbrauch so hoch wie möglich zu schrauben und Sie ein gutes Stück unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz zu machen.

Was passiert, wenn die wärmepumpe etwas zu klein berechnet wurde?

Diese Sorge hören wir oft, sie ist aber unbegründet, wenn ein Profi am Werk ist. Eine seriöse Auslegung plant immer einen kleinen Sicherheitspuffer ein. Und sollte die Leistung an den wirklich wenigen extrem kalten Tagen im Jahr – vielleicht an fünf bis zehn Tagen – doch mal an ihre Grenzen kommen, greift ein Sicherheitsnetz.

Jede moderne Wärmepumpe hat einen integrierten elektrischen Heizstab. Dieser springt dann kurzfristig an, um diese seltene Leistungsspitze abzufangen.

Dieser gezielte, kurze Einsatz ist wirtschaftlich weitaus klüger, als das ganze Jahr über eine überdimensionierte und damit ineffiziente Anlage zu betreiben. Die Kunst liegt genau darin, diesen sogenannten bivalenten Betriebspunkt optimal zu treffen. So stellen wir sicher, dass der Heizstab wirklich nur im absoluten Ausnahmefall einspringt.

Macht die berechnung ein energieberater oder der heizungsbauer?

Ein qualifizierter Fachbetrieb wie die Energiekonzepte4you GmbH sieht die Heizlastberechnung als zentralen und unverzichtbaren Teil der Gesamtplanung. Dafür nutzen wir professionelle Software und lassen unsere Praxiserfahrung aus unzähligen Projekten in der Region Hildesheim und Hannover einfließen.

Für bestimmte staatliche Förderungen, gerade bei größeren Sanierungen, kann es sein, dass zusätzlich ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte (EEE) – umgangssprachlich Energieberater – eingebunden werden muss. Das ist aber überhaupt kein Problem.

Wir sagen Ihnen ganz transparent, welche Schritte für Ihr Projekt nötig sind und kümmern uns auf Wunsch auch um die Koordination mit allen Beteiligten. Viele weitere Antworten finden Sie auch in unserem ausführlichen FAQ-Bereich.


Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie eine professionelle und unverbindliche Berechnung für Ihre zukünftige Wärmepumpe? Das Team von Energiekonzepte4you GmbH steht Ihnen mit Expertise und Erfahrung zur Seite. Kontaktieren Sie uns für ein ganzheitliches Energiekonzept, das perfekt zu Ihrem Zuhause passt. Jetzt Beratungstermin vereinbaren.

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